Kirchspiel Wartenburg in Ostpreussen

(seit 1945: Parafia Barczewo)
Diözese Ermland
Dekanat Wartenburg
Gründung 1364
Kirchenpatron St. Anna (26.07.) und St. Stefanus (26.12.)
Lage (Meter über dem Meeresspiegel) 113
Größe (in ha) 13.983,5
zugehörige Gemeinden Daumen, Hirschberg, Kaplitainen, Kirschlainen, Lengainen, Maraunen, Mokainen, Odritten, Reuschhagen, Schönau, Wartenburg

Geschichte von Wartenburg in Ostpreussen

Eine Straße, höchstwahrscheinlich dieselbe, die noch heute von Alt Wartenburg über Jadden, Tollnick, Gradtken, Eschenau, Klingerswalde läuft, hielt die Verbindung mit Guttstadt und weiter mit dem Passargetal und den Küstenstrichen aufrecht. Im Schutze der Burg erwuchs allmählich die Stadt Wartenberg oder Wartenburg. Ihre Anfänge hat vermutlich noch Bischof Jordan gesehen. In den Urkunden erwähnt wird Sie erst unter Heinrich II. Wogenap am 26. Dezember 1329. Ihre Gründer siond die Brüder Johannes und Petrus; ihr erster Pfarrer nennt sich Heinrich. Aber schon im Winter 1353 auf 1354 erlag die junge Pflanzung dem Ansturm der Litauer. Unter ihren Großfürsten Olgierd und Kynstute brachen Sie damals auf dem Heerwege, der über Ortelsburg führte, in das Bistum ein, durch zogen den Wald Nadeyn, überrumpelten, wie der Ordenschronist Wigand von Marburg berichtet, Wartenburg im Lande Gunlauken, brannten es auf und hausten so unmenschlich, daß niemand ihren Händen entrann. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, aber nicht an der alten Stelle, sondern etwa eine Meile weiter ostwärts dort, wo Pissa und Kirmas ihre Wasser vereinigen und die im Süden vorgelagerte Sümpfe und Seenkette, noch verstärkt durch dazwischen angelegte Landwehren, bessern Schutz gegen die unerwarteten Überfälle der Litauerbot. Am Juli 1364 erhielt der Lokator der neuen Stadt Wartenburg, ein Johannes von Leysa (Layss), die Handfeste, die der neuen Siedlung 80 Ackerhufen und 100 freie Gemeinde- d.h. Wald- und Weidehufen, zuwies. Dazu kamen am 12. April 1406 das bischöfliche Vorwerk am Wege nach dem Dorfe Hirscherg, dazu kam weiter am 26. August 1609 der Hegewald oder der Wald Gay und schließlich noch das neue bischöfliche Vorwerk, sodaß die Wartenburger Gemarkung 25 Hufen mißt.

Kirchenbücher aus Wartenburg in Ostpreussen

Verfilmungen bei den Mormonen

Taufe 1613-1953
Heirat 1691-1953
Tod 1765-1953
Kirchenbuchunterlagen von Wartenburg in Ostpreussen bei den Mormonen

Galerie von Wartenburg in Ostpreussen (vor 1945)


Galerie von Wartenburg in Ostpreussen (nach 1945)

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Personen aus Wartenburg in Ostpreussen (Geburts-, Wirkungs- oder Sterbeort)

Barwinski, Hugo

Lehrer

Braunschmidt, Georg

evangelischer Geistlicher

Brzesczynski, Jakob

katholischer Geistlicher

Bulitta, Jacob

Stadtverordneter, Schneidermeister

Freytag, Julius

Bürgermeister von Wartenburg (1882 - 1905)

Heller, Johannes

katholischer Geistlicher, Erzpriester

Hildebrandt, Karl Wilhelm

evangelischer Geistlicher

Hirschberg, Johann

katholischer Geistlicher, Politiker und Erzpriester von Wartenburg

Jascholtowski, Anton

katholischer Geistlicher

Kaminski, Leo

katholischer Geistlicher

Kostka, Magda

Lehrerin, Schriftleiterin Allenstein-Land (1973-1989)

Kronfeld, Max

Kaufmann

Langwald, Franz

katholischer Geistlicher

Lipscher, Winfried

Theologe

Nowowiejski, Feliks

Komponist

Piezocha, Josef

katholischer Geistlicher

Pruszkowski, Robert

katholischer Geistlicher

Schwonder, Oscar

Apotheker

Tarnowski, Maximilian

katholischer Geistlicher, Erzpriester

Tuguntke, Horst

Verwaltungsjurist und Schriftleiter a. D.

Zaborrosch, Johannes

Kaufmann, Politiker (Zentrum) und Landtagsabgeordneter


Literatur über Wartenburg in Ostpreussen

  • Kostka, Magda: Wartenburgs geistliche Prominenz, 8. Heimatbrief Allenstein-Land (1977), S. 251
  • Kruck, Paul: Wartenburg - Erinnerungen an Kindheit und Jugend, Selbstverlag, Grünstadt, 1989
  • Hildebrandt, Wilhelm: Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Wartenburg in Ostpreussen, Ehrnigkeit, Wartenburg Ostpr., 1896

Beiträge über Wartenburg in Ostpreussen